
Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesem Jahr ist die Eingriffsregelung in Niedersachsen 30 Jahre gesetzlich verankert. Sie ist eines der bedeutendsten Instrumente des Naturschutzes in Deutschland, da sie das Verursacherprinzip rechtlich durchsetzt. Danach gilt vereinfacht gesagt: Wer einen Schaden in der Natur verursacht, muss ihn auch wieder beheben. Durch den Schutz der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft bewahren wir auch unsere regionale Besonderheit und unsere Identität.
Egal, ob es Projekte im Straßenbau, im Bodenabbau oder landwirtschaftliche Bauvorhaben im Außenbereich sind, eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzamt und dem Maßnahmenträger ermöglicht es, anstehende Ziel- und Nutzungskonflikte zu erkennen und zu lösen.
Die vorliegende Umwelt im Kreis 2011 stellt ein positives Beispiel für eine derartige Kooperation vor. Zwischen Deichverband, Deichbehörde, Niedersächsischem Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und dem Naturschutzamt des Landkreises wurde ein Deichfußentwässerungskonzept in Nordkehdingen erarbeitet, dass die Deichsicherheit gewährleistet und gleichzeitig eine Lebensraumverbesserung für bedrohte Wiesenvögel beinhaltet.
Das Projekt ›Bäume sind Leben‹, welches durch die Kreissparkasse Stade initiiert und unterstützt wird, bietet eine Möglichkeit, Ausgleichsflächen für kommunale Projekte zur Verfügung zu stellen. Dabei werden bereits bestehende Flächen aufgewertet und eine Biotopvernetzungen in der Landschaft geschaffen.
Neben diesen Themen stellt die aktuelle Ausgabe der Umwelt im Kreis weitere interessante Initiativen für den Umweltschutz vor und porträtiert den Kreisnaturschutzbeauftragten Dieter Klaehn, der in seiner 40-jährigen Amtszeit viel bewegt hat. Ich gratuliere ganz herzlich zu seinem Amtsjubiläum und danke ihm für sein Wirken.
Im Bereich Artenschutz liegen die Schwerpunkte des Naturschutzmagazins diesmal auf der Grundlagenforschung an der Schwarzkopfmöwe auf der Pionierinsel und der faszinierenden Schmetterlingswelt im Landkreis Stade.
Das neuste Projekt des Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen lautet ›Natur und Technik an der Oste‹. Mit Hilfe eines ›Oste-Natur-Navi‹ bietet es hervorragende Möglichkeiten, unsere Osteregion per Fahrrad näher kennen zu lernen. Daneben gibt auch der Veranstaltungskalender des Magazins wieder sehr viele Vorschläge für ein Natur erleben übers ganze Jahr. Zusätzlich wird der neue Internetauftritt des Landkreises vorgestellt, bei dem Sie auf www.landkreis-stade.de natürlich auch diese Ausgabe der Umwelt im Kreis finden können.
Reinschauen lohnt sich, viel Freude bei der Lektüre!
Ihr
Michael Roesberg
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Michael Roesberg |